Nachdem ich die ersten Tage damit verbracht hatte, zu Fuß die Stadt zu erkunden - die bei zweitem Hinsehen doch sehr hübsch ist (war am ersten Tag nicht in den netten Straßen gelandet), aber gar nicht wirklich städtisch wirkt, vor allem wegen der Reihenhäuser, die einfach etwas vorortmäßiges haben - ging es letzten Donnerstag mit Einschreiben und Infotagen an der Uni los. Dabei wurde uns als erstes verkündet, an welchem Tag genau wir unsere Masterarbeiten abgeben würden (alle!) und immer wieder betont, dass ein einjähriger Master viel Arbeit ist und dass wir Weihnachten und Ostern lernen müssten und gefälligst nicht in Urlaub fahren sollten ( I think not...). Dann gab es einen einstündigen Vortrag zu Health and Safety - den ich am nächsten Tag auch noch ein zweites Mal bei der Einführung für die Internationals genießen durfte. Sicherheit und Versicherungen sind ein großes Thema, viele Leute tragen Fahrradhelme oder sogar so Westen wie Straßenarbeiter, alle haben Hausratsversicherungen und ohne Licht fahren würde niemand erwägen. Ist aber auch verständlich, weil Fahrradwege quasi nicht existieren. Naja.
Dann gings ans Kurse wählen und das war gar nicht so einfach, weil es einfach sooo viele spannende Sachen gibt! Mache deshalb jetzt doch weniger Science als ich mir vorgenommen hatte, weil die anderen Kurse einfach super klingen und man insgesamt nur 5 Modules hat (im ganzen Jahr). Mache jetzt wohl zusätzlich zu den Pflichtmodulen "Science of Climate Change" und "Climate Change: Science, Society and Policy" "Sustainable Consumption", "Natural Ressources and Environmental Economics" und "Participatory Environmental Decision-Making". Na, klingt das nicht spannend?
Diese Woche gingen dann die Vorlesungen schon los, während die Undergraduates ihre Freshers' week haben... Auf einmal ist der Campus und der dortige Pub voll und es gibt alle möglichen Sachen, die so los sind. Die Union (im Prinzip die Äquivalente zum AStA) ist total präsent, gibt mehrere von ihr geführte Pubs und Cafés auf dem Campus, Konzerte auf dem Campus oder in der Stadt und überhaupt vieles läuft über die Union. Allerdings habe ich bisher den Eindruck, dass das Ganze mehr in Richtung Service-AStA geht als in politische Vertretung. Aber mal schauen.
Seit Montag habe ich endlich ein Fahrrad, sogar eins, das kein Mountainbike ist, was hier die meisten Leute irgendwie haben und damit bin ich dann gestern zum Tesco's gefahren, der allerdings autofahrer und Suburbia-convenient ein ganzes Stück außerhalb liegt... Mich schockt immer wieder die schiere Größe sowohl von Tesco's als auch Sainsbury's und der Tesco gehörte dann auch noch zu denen, die von Montag bis Samstag 24-Stunden geöffnet haben. Durch das schwache Pfund (das finden die
Mein Social-Life entwickelt sich auch, am Wochenende war ich Cambridge-Leute sehen und habe ein Roast Dinner mit Yorkshire Pudding genossen, meine Mitwohnerinnen sind bisher alle total lieb und aufgeschlossen - morgen steht eien Wohnzimmerverschönerungsaktion an - und mit meinen Kommilitonen war ich auch schon auf Pub-Tour. Vorgestern war ich beim Capoeira-Kurs (ganz schön schwierig...) und habe als Resultat so einen Muskelkater, dass ich kaum die Treppe runterkomme... Hat aber echt Spaß gemacht!
Also, ich hoffe, euch allen gehts gut!
With love from me to you,
Antje

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