Montag, 22. Februar 2010

Warten auf den Frühling

Hey ihr Lieben,

schon wieder eine Weile her, dass ich hier was geschrieben habe, aber wenn ich ehrlich bin - soviel hab ich nicht wirklich zu berichten...

Mein Lebensrhythmus wird mittlerweile wieder von Deadlines diktiert und wenn ich nicht am Schreibtisch sitze, trinke ich extrem viel Tee mit Catherine (wirklich, so viel Tee hab ich noch nie in meinem Leben getrunken), koche mit Freunden, suche Geburtstagsgeschenke, schaue DVDs usw. Sprich, ganz normaler Alltag. Einerseits ist das vielleicht etwas schade und unspektakulär, aber andererseits finde ich es schön, dass ich hier mittlerweile wirklich Leute habe, die ich als Freunde bezeichnen würde. Was mir dabei fehlt, ist ein wenig außer-curriculäre Betätigung, das habe ich besonders gemerkt, als die StuPa-Wahlen in Osnabrück stattfanden :).


Am Valentinstagwochenende - der hier wirklich mehr Raum in den Geschäften einnimmt als in Deutschland und mir dementsprechend das erste Mal wirklich auf die Nerven gegangen ist, war ich auf einer netten, kleinen Hausparty, bei der man sich nach Ampelsystem (rot= vergeben usw) anziehen sollte. Wenig überraschend von nem Ami organisiert...



Letzte Woche waren wir auf einem kleinen Field Trip an der Küste von Norfolk und haben uns die von Sea-level rise bedrohten, abbröckelnden Kliffe angeschaut und - weil sie so schön sind - auch noch die Broads, die ebenfalls bedrohnt sind, weil sie versalzen könnten, wenn der Meeresspiegel ansteigt. Gripping. Ein Eis musste sein am Strand, auch wenn wir das im Schatten hinter der Dühne dann ein wenig bereut haben...




Insgesamt standen die letzten Wochen wieder ganz im Sinne der Durchstrukturierung des Studiums, indem wir - mit Deadline - gezwungen wurden, uns schon ein Thema für unsere Masterarbeiten zu überlegen, und nicht nur das, es auch schon zu durchdenken, Literatur zu lesen und einen Proposal zu schreiben. (Falls es irgendjemanden interessiert, mein Thema ist "Governing adaptation in the EU? The potential of the Open Method of Coordination").

Gestern gabs einen schönen Sunday Roast Lunch mit meinen Mitbewohnerinnen und Sarahs und Izzies Männern (Sarahs Freund ist Koch, sehr praktisch). Insgesamt ist die Atmosphäre zwar leider eher in Richtung Zweck-WG hier, u.a. auch, weil wir alle ganz schön viel zu tun haben und zT sehr unterschiedliche Lebensstile, aber ab und an wird dann doch mal was zusammen gemacht und das ist dann schon nett.



Ja, und jetzt freu ich mich auf Mareike, die Mittwoch kommt, mal sehen, was wir im Schneeregen (das Wetter ist echt eklig im Moment, daher auch die Überschrift) so anstellen werden.

Liebe Grüße und bis bald!
Antje

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