Samstag, 17. Oktober 2009

Unialltag, Besuch und Geburtstagsfeierei

Hallo ihr Lieben,

hab mich länger nicht gemeldet, das liegt einerseits daran, dass ich hier durchaus Alltag habe und andererseits auch daran, dass ich ganz schön ran muss in der Uni, was wiederum zu noch weniger spannenden Aktivitäten führt... Ich hab jetzt auch nochmal Module gewechselt und mache nun doch trotz leichtem Clash auch noch Climate Change Policy for Development, also genug auf der Agenda.
Aber letzte Woche war mein Dad zu Besuch, da hab ich bei der Gelegenheit auch mal ein bisschen mehr Norwich und die Umgebung erkundet (dank Mietauto) mit einem Boat Trip auf den Norfolk Broads und einem Abstecher ans Meer nach Great Yarmouth, wo eine der ersten Off-Shore Windfarmen Englands steht.
Außerdem haben - recht unerfolgreich - versucht Live-Musik zu finden in einem der vielen Pubs, aber bei der Gelegenheit hab ich das Dartsspielen gelernt (also, ich treffe jetzt die Scheibe) und wir haben die UEA Freshers bei ihren Trinkinitiationsritualen beobachtet. Pub Culture ist schon ein nur teils zutreffender Ausdruck, denn mit Kultur hatte das häufig schon nichts mehr zu tun.

Meinen Geburtstag habe ich gleich zweimal gefeiert, erst am Donnerstag mit einem schönen Essen und Geburtstagskuchen mit meinen Mitbewohnerinnen und dann gestern mit einer kleinen Party mit Leuten von meinem Master teils in unserem Wohnzimmer und teils im Pub (wegen der Pubculture) recht feuchtfröhlich. Ist zwar immer etwas komisch, Geburtstag zu haben, wenn man noch relativ neu ist an einem Ort, aber ich fühle mich tatsächlich schon ziemlich zu Hause hier. Dazu beigetragen haben natürlich auch die ganzen Emails und die Päckchen, die ich bekommen habe. Schön zu wissen, dass Leute an einen denken (auch wenn dem durch Facebook nachgeholfen wird :)).

Jetzt müsste ich eigentlich an meinem ersten Piece of Coursework sitzen - ein Essay über die (umstrittene) Aussage „The late 20th century was warmer than the so-called Medieval Warm Period“. Da muss man dann lange Studien über Treerings und Icecores lesen (die lassen Rückschlüsse auf Temperaturen vor Beginn der Messungen zu) und solche Scherze. Tja, ich wollte ja unbedingt den naturwissenschaftlichen Hintergrund, da darf ich mich jetzt auch nicht wirklich beschweren (aber es ist einfach nicht so ganz meine Cup of Tea).

Ich hoffe, euch gehts allen gut und der Herbst ist wie hier noch nicht so super garstig, sondern meist bunt gefärbt wie die Blätter auf meinem schönen Uniweg.
Lots of love from me to you,
Antje

Bild 1: Ich vor der Offshore Windfarm bei Great Yarmouth
Bild 2: Leute von meinem Kurs (Sean, Jamie, Sophie)

Bild 3: Meine Mitbewohnerinnen Karis und Sarah