Dienstag, 15. September 2009

England, ich bin da!

Gestern bin ich nach einer doch längeren Fahrt ziemlich erschöpft angekommen. Der ICE ist natürlich verspätet in Brüssel angekommen und als ich dann mit meinem schweren Koffer beim Eurostar Terminal angelangt war, war der Check In schon geschlossen – die Leute mit leichterem Gepäck hatten es aber auch nicht mehr geschafft. Zum Glück fuhr eine Stunde später noch einer, den ich auch problemlos nehmen konnte. Allerdings stand dieser dann eine halbe Stunde in Lille Europe rum, weil unbedingt ein „illegaler“ Einwanderer an seiner Einreise nach England gehindert werden musste. Das wurde dann auch so über die Lautsprecheranlage durchgesagt, damit auch alle Fahrgäste auf den richtigen sauer waren...

Ich kam jedenfalls erst um 7.40 pm in London St. Pancras an, anstatt um kurz nach 6 und war dementsprechend erst um halb elf in Norwich, also doch eine fast 12-stündige Reise. Fazit zum Eurostar: Eigentlich ne gute Sache, aber man sollte wirklich eine halbe Stunde vor Abfahrt dort sein und das tolle London Spezial von der Bahn nicht so buchen, wie es einem Computer und Bahnmitarbeiter vorschlagen, sondern mit mehr Luft. Aber die Fahrt durch den Tunnel ist gar nicht schlimm und auch nicht besonders lang – höchstens eine halbe Stunde – und ich hatte jedenfalls kein Problem damit, dass man jetzt unter dem Meer ist.

Gestern Abend habe ich dann noch eine Cup of Tea mit Sarah getrunken und bin dann ziemlich kaputt ins Bett gefallen. Meine anderen beiden Mitwohnerinnen kommen erst in den nächsten Tagen und da Sarah im Moment noch arbeitet, habe ich den Tag bisher allein verbracht. Hab erstmal mein Zimmer ein bisschen wohnlich gemacht, den Riesenkoffer ausgepackt und festgestellt, dass die Steckdosen an den seltsamsten Orten ever angebracht sind... Das Haus ist wirklich ein englisches Reihenhaus wie es im Buche steht, ein bisschen dingy (kann ich nicht überstzen), ziemlich klein und doch mit Gasherd, hurrah! Das einzige, was fehlt, ist das Cupboard unter der Treppe, unerhört. Wenn man zur Frontdoor reinkommt, steht man gleich in Sarahs Zimmer (da hab ich schon böse Erinnerungen an Paris bekommen, da gabs ja auch immer Durchgangszimmer), aber es wird einfach die Hintertür als Hauseingang benutzt. Die Haustür ist übrigens tatsächlich blau („I live in that house with the blue door“).

Vorhin bin ich dann ins Stadtzentrum gelaufen, ganz nett, aber hat mich jetzt nicht umgehauen. Hab mir erstmal einen Stadtplan besorgt und werde mit dem gleich noch mal losziehen zur Uni. Mal rumgucken, ein neues Konto eröffnen (Barclays hat anscheinend gedacht, ich wäre tot und mein Konto geschlossen, weil ich da ewig nix mehr gemacht habe...) und angeblich kann man dort bei der Student Union auch günstig gebrauchte Räder kaufen.

Es ist schön wieder in England zu sein, die Leute sind hilfsbereit und freundlich, das Wetter wie zu Haus und Gepflogenheiten, die ich zu schätzen gelernt habe, immer noch die gleichen.

1 Kommentar:

  1. antschipanschi!!!!! wir haben gerade eine heiße suppe bei ebenfalls englischem wetter geschlürft... schön, dass du gut angekommen bist! well... hold your ears firmly :)
    pepita und schnulli

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